Bei Cat's Claw (auch: Una de Gato, Katzenklaue oder Krallendorn, bot.: Uncaria tomentosa) handelt es sich um eine riesige, verholzende Weinranke, die in den tropischen Regenwäldern am Amazonas in Peru wächst und bis zu 30 Meter lang werden kann. Ihre Blätter wachsen aus dornenähnlichen Haken, die an eine Katzenkralle erinnern. Cat's Claw wird von den Einheimischen traditionell als Heilmittel gegen Entzündungen, Arthritis, Magenverstimmung, aber auch bei Krebs und anderen Krankheiten sowie zur Stärkung eingesetzt.
In der Zwischenzeit haben verschiedene Studien die Wirkweise des Krallendorn belegt. Der deutsche Forscher Klaus Keplinger untersuchte 1974 die Pflanze und fand vier Alkaloide, die in der Lage sind, die so genannte Phagocytose zu verbessern. Das ist die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen und Freßzellen, körperfremde Stoffe, Abfall und Krankheitskeime anzugreifen, zu vernichten und so das Immunsystem zu stärken.
Das in Cat's Claw ebenfalls vorhandene Rynchophyllin verhindert, dass sich an den Wänden der Blutgefäße Kalk ablagert. So wirkt es gegen Arterienverstopfungen und zu hohen Blutdruck.
Italienische und peruanische Untersuchungen isolierten aus der Pflanze starke Antioxidanzien wie beispielsweise einige Polyphenole. Ihnen werden ebenfalls immunstimulierende, antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben.
In Lima, Peru, hat der Chirurg und Onkologe Felipe Mirez M. in den Jahren 1984 bis 1989 Tests an über 2000 Patienten durchgeführt, die an verschiedenartigen und zum Teil fortgeschrittenen Krebsarten litten. Wurde ihnen Uncaria tomentosa gegeben, reduzierten sich sowohl die Tumoren in ihrer Größe als auch die Metastasen. Die so behandelten Patienten klagten auch weniger über Schmerzen. Besonders erwähnt werden in dieser Studie Prostata-, Brust-, Magen-, Knochen-, Lungen- und Eierstockkrebs, Lymphome, Leukämie und Rhab-domyosarkome (eine Art Muskelkrebs).
Auch Patienten, die an Asthma, Bronchitis, Polyarthrose, rheumatischer Arthritis oder Aids litten, wurden in dieser Studie mit Cat's Claw behandelt. Ihre Beschwerden besserten sich meist überraschend und auch die Infektionen gingen zurück.


